2016-Kabarett mit Frank Fischer

Phobien mit hohem kabarettistischem Unterhaltungswert

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Ein unterhaltsamer Abend erwartete die zahlreichen Gäste des diesjährigen Kabarettabends der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi). Mit „ANGST und anderen HASEN“ zielte Frank Fischer, Preisträger verschiedener Auszeichnungen, gekonnt auf die Lachmuskeln seiner Zuhörer, besonders auf die, die in der ersten Reihe saßen, und das auch noch freiwillig.

Dabei zog sich das Phänomen „Phobie“ wie ein rotes Tuch durch sein Programm. Immerhin, so Fischer, gäbe es über 600 anerkannte Phobien, die Grund genug sind, sich satirisch-komisch mit ihnen auseinanderzusetzen. So die Hobophobie als die Angst vor Bettlern und Landstreichern oder die Lutraphobie als der Angst vor Ottern, die nach Befragung des Publikums bevorzugt im „Otterbach“ zuhause sind. Seine Aufzählung absurder Geschichten führte durch die gesamte Bandbreite des menschlichen Lebens. Er wusste spaßige Antworten auf die Fragen: Fühlen Sie sich beobachtet? Haben Sie Angst vorm Fliegen, vor Fliegen oder davor, dass Erdnussbutter an Ihrem Gaumen kleben bleibt? Wie kann ein Speichelsauggerät beim Zahnarzt zur ernsthaften Bedrohung werden? Dabei bekannte sich Fischer dazu, selbst Besitzer verschiedener Ängste und bekennender Hypochonder zu sein. Also: Willkommen im Club!

Fischers Themen führten von Erlebnissen in der Ruhezone der Bahn, über Wartezeiten bei Ärzten, die All-inclusive-Bändchentouristik, TV-Verkaufssendungen bis hin zur aufdringlichen Carglass- und Seitenbacher-Werbung. Sportliche Akzente setzte er mit seinen amüsanten Schilderungen beim Eisschnelllauf, dem Curling und den Darts-Turnieren mit garantiertem „No Doping“. Sein vielseitiges parodistisches Talent stellte er mit Anleihen bei Alfred Biolek, Peter Maffay, Roberto Blanco, Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg unter Beweis.

Dass das Programm das Publikum begeisterte, zeigte der lang anhaltende Applaus. Mit einem Weinpräsent dankte der SBi-Vorsitzende dem Künstler und verwies darauf, dass die SBi ihre Kabaretttradition auch im nächsten Jahr fortsetzen werde.

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