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Prof. Dr. Karl Bechert als Vorkämpfer von ICAN

Mit Stolz hat der Vorstand der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Organisation ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen) verfolgt: „Mit diesem Preis hat die engagierte und kämpferische Arbeit von Prof. Dr. Karl Bechert gegen die atomaren Gefahren nach 60 Jahren eine öffentliche Anerkennung gefunden.“

In dessen Sinne engagiere sich die SBi in mehrfacher Hinsicht. So hätte sie sich zusammen mit der örtlichen SPD schon im Jahre 1986 für eine Mitgliedschaft in der weltweiten Initiative „Bürgermeister für den Frieden“ eingesetzt, der Gau-Algesheim immer noch angehört. Ausgehend von einer Unterschriftenaktion zum 60. Gedenktag des Bombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki habe sie sich an die Bundeskanzlerin und die im Bundestag vertretenen Parteien gewandt, aber leider nur ausweichende Antworten erhalten. Zum SBi-Engagement zähle auch eine Teilnahme bei einer Demonstration in Büchel in der Eifel, wo immer noch 20 Atomwaffen gelagert sind. Die SBi sei auch dank der finanziellen Unterstützung der Anti-Atomkraft-Kampagne ein kleiner Baustein im globalen ICAN-Netzwerk.

Mit großer Sorge registriere die SBi, dass die internationalen Signale aus USA und Nordkorea im Hinblick auf eine atomare Auseinandersetzung verheerend seien. Die Gefahr einer weltweiten Aufrüstung und eines Einsatzes von Atomwaffen sei deutlich gestiegen. Die SBi stelle auch mit Bedauern fest, dass sich die Bundesrepublik der aktuellen UN-Entscheidung von über 120 Mitgliedsstaaten zur Ächtung der Atomwaffen nicht angeschlossen habe. Insofern sei die frühere Aussage von Bechert: „Wehrt euch! Leistet Widerstand!“ aktueller denn je.

Der SBi-Vorstand kündigte daher an, im Frühjahr eine Veranstaltung zur Vorstellung von ICAN und zur Diskussion der Atomwaffenproblematik durchzuführen. Sie hoffe dabei auf eine breite Unterstützung in der Öffentlichkeit.

 

 

 

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