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Informative Städtetour der SBi Gau-Algesheim

Mit über 40 Teilnehmern fand die diesjährige Mehrtagesfahrt der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) eine gute Resonanz bei den Mitgliedern. Reiseziele waren die Städte Aachen und Maastricht in den Niederlanden.

Mehrtagesfahrt Sommer 2018

Bild (Manfred Kölle Die SBi-Reisegruppe vor der mittelalterlichen Abtei Kornelimünster im Umland von Aachen

Auf der Hinfahrt wurde ein erster Informationstopp beim Aussichtspunkt Jackerath eingelegt. Hier bot sich ein eindrucksvoller und gleichermaßen beängstigender Blick auf die riesige Abbaugrube des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler. Nach einer individuellen Mittagspause schloss sich eine geführte Stadtrundfahrt in und um Aachen an. Hier konnte sich die Reisegruppe einen ersten Eindruck von der Stadt verschaffen. Bemerkenswert waren dabei die Gebäude rund um den Wissenschaftscampus der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule.

Der zweite Tag war der Führung durch den imposanten Dom und der Besichtigung der wertvollen Exponate in der Domschatzkammer gewidmet. Eine Führung durch das historische Rathaus mit dem Krönungssaal rundete das Programm ab.

Am Folgetag wurde die nähere Umgebung von Maastricht mit dem Bus erkundet. Dabei erfuhren die Gäste viel über die Geschichte der „Euro-Hauptstadt“ und die Bedeutung des „Maastrichter Vertrags“ für ein geeintes Europa. Die historische Innenstadt war dann das Ziel eines geführten Stadtrundganges.

Auf der Heimreise am 4. Tag wurde die Anlage „Vogelsang“ im Nationalpark Eifel besucht. Diese war in der Nazizeit eine der Kaderschmieden des Nationalsozialismus. Dabei wurde Gelegenheit gegeben, das informative NS-Dokumentationszentrum zu besuchen – für viele eine neue Facette von der Ausbildung der jungen Leute zum arischen Herrenmenschen. Naturkundeliebhaber kamen bei der Ausstellung „Wildnis(t)räume“ auf ihre Kosten.

Mit vielen neuen Eindrücken endete eine gelungene Fahrt, bei der die Reisegruppe dem SBi-Vorsitzenden Klaus Leibenath für die Organisation den gebührenden Dank zum Ausdruck brachte.

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SBi beteiligt sich an Friedensaktivitäten

Büchel Juli 2018

Die SBi-Aktivistinnen und SBi-Aktivisten Christa Loesch-Goldschmidt, Klaus Leibenath, Günter Frey und Anne Hagel von links nach rechts) verfolgten zusammen mit Frau Heidi Kassai (Bildmitte) das Geschehen vor und auf der Bühne des Aktionstages (Bild Klaus Leibenath)

Im Zuge ihrer Unterstützung der Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen hat sich die Sozialdemokratische Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) an Aktionen der Friedensnobelpreisträgerin ICAN beteiligt. So sei mit Anne Hagel und Günter Frey eine kleine Delegation der Einladung der Stadt Mainz gefolgt, dort stellvertretend für andere Kommunen den Flaggentag der Initiative „Bürgermeister für den Frieden“ zu begehen. An diesem 7. Juli jährte sich der Beschluss von 122 Staaten der Vereinten Nationen zum Atomwaffenverbotsvertrag; darunter fehle bedauerlicherweise Deutschland. Die SBi sei erfreut, dass Stadtbürgermeister Dieter Faust seinerseits die Anregung aufgegriffen habe, am städtischen Gau-Algesheimer Rathaus die Flagge zu präsentieren.

Am Folgetag nahm eine SBi-Gruppe am Aktionstag in Büchel teil, wo immer noch 20 Atomsprengköpfe der USA gelagert sind. Bei sonnigem Wetter verfolgten die SBi-Mitglieder zusammen mit Frau Heidi Kassai, Mitglied von ICAN Deutschland, das abwechslungsreiche Programm. Nach der musikalischen Begrüßung mit Liedern aus der Friedensbewegung schloss sich ein ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel an. Nach der Mittagspause folgte ein Programm mit vielen informativen, aber auch emotionalen Beiträgen und kulturellen Darbietungen. Die SBi-Mitglieder um den Vorsitzenden Klaus Leibenath zeigten sich erfreut über das äußerst friedliche Engagement, der rund 500 Teilnehmer, sich im Sinne von Prof. Dr. Karl Bechert für ein weltweites Verbot der Atomwaffen und damit auch für den Abzug der Atomwaffen aus Büchel  einzusetzen. Die SBi werde überlegen, sich im kommenden Jahr mit einer plakativen Gedenkaktion auf der „Friedenswiese“ in Büchel einzubringen.

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Gelungene Unterschriften-Aktion gegen Atomwaffen

Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi), Klaus Leibenath, übergab der Organisation ICAN, die mit dem Friedensnobelpreis 2017 ausgezeichnet wurde, knapp über 300 Unterschriften für einen Appell an die Bundesregierung, dem Beschluss von 122 Staaten der Vereinten Nationen zur Abschaffung der Atomwaffen beizutreten. Mit Stolz wies er darauf hin, dass damit die SBi einen großen Erfolg verzeichnen konnte. Er dankte allen Aktiven für ihren Einsatz, dabei vorrangig dem SBi-Vorstandsmitgliedern Günter Frey für die Planung und Christa Loesch-Goldschmidt, die allein in ihrem Freundeskreis rund 80 Unterschriften eingeworben hatte.

Bild (Heino Junker) Frau Heidi Kassai (ICAN) nahm dankend das Ergebnis der Unterschriftenaktion in Empfang, das von den SBi-Vorstandsmitgliedern Klaus Leibenath, Christa Loesch-Goldschmidt und Günter Frey präsentiert wurde.

Bild (Heino Junker)
Frau Heidi Kassai (ICAN) nahm dankend das Ergebnis der Unterschriftenaktion in Empfang, das von den SBi-Vorstandsmitgliedern Klaus Leibenath, Christa Loesch-Goldschmidt und Günter Frey präsentiert wurde.

Heidi Kassai von ICAN zeigte sich hoch erfreut über das gute Gau-Algesheimer Engagement, darunter auch der Mitglieder des Stadtrates. Insgesamt könne sie dadurch deutlich über 500 Unterschriften an den Vorstand von ICAN übergeben, Es sei schön, dass die SBi ein Mitglied des ICAN-Netzwerkes sei und die Stadt der Initiative „Bürgermeister für den Frieden“ angehöre. Man wolle die Thematik und Problematik der Atomwaffen auch weiterhin engagiert verfolgen und in der Bevölkerung ansprechen. So plane man die Teilnahme an einer Kundgebung in Büchel als dem Standort der Atomwaffen.

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Prof. Dr. Karl Bechert als Vorkämpfer von ICAN

Mit Stolz hat der Vorstand der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Organisation ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen) verfolgt: „Mit diesem Preis hat die engagierte und kämpferische Arbeit von Prof. Dr. Karl Bechert gegen die atomaren Gefahren nach 60 Jahren eine öffentliche Anerkennung gefunden.“

In dessen Sinne engagiere sich die SBi in mehrfacher Hinsicht. So hätte sie sich zusammen mit der örtlichen SPD schon im Jahre 1986 für eine Mitgliedschaft in der weltweiten Initiative „Bürgermeister für den Frieden“ eingesetzt, der Gau-Algesheim immer noch angehört. Ausgehend von einer Unterschriftenaktion zum 60. Gedenktag des Bombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki habe sie sich an die Bundeskanzlerin und die im Bundestag vertretenen Parteien gewandt, aber leider nur ausweichende Antworten erhalten. Zum SBi-Engagement zähle auch eine Teilnahme bei einer Demonstration in Büchel in der Eifel, wo immer noch 20 Atomwaffen gelagert sind. Die SBi sei auch dank der finanziellen Unterstützung der Anti-Atomkraft-Kampagne ein kleiner Baustein im globalen ICAN-Netzwerk.

Mit großer Sorge registriere die SBi, dass die internationalen Signale aus USA und Nordkorea im Hinblick auf eine atomare Auseinandersetzung verheerend seien. Die Gefahr einer weltweiten Aufrüstung und eines Einsatzes von Atomwaffen sei deutlich gestiegen. Die SBi stelle auch mit Bedauern fest, dass sich die Bundesrepublik der aktuellen UN-Entscheidung von über 120 Mitgliedsstaaten zur Ächtung der Atomwaffen nicht angeschlossen habe. Insofern sei die frühere Aussage von Bechert: „Wehrt euch! Leistet Widerstand!“ aktueller denn je.

Der SBi-Vorstand kündigte daher an, im Frühjahr eine Veranstaltung zur Vorstellung von ICAN und zur Diskussion der Atomwaffenproblematik durchzuführen. Sie hoffe dabei auf eine breite Unterstützung in der Öffentlichkeit.

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