Aktuelles

Gedenktag für Karl Bechert

Am 1. April jährt sich der Todestag des früheren Gau-Algesheimer Bürgers Prof. Dr. Karl Bechert. Die Sozialdemokratische Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) und die Carl-Brilmayer-Gesellschaft (CBG) nehmen diesen Tag zum Anlass, zusammen mit der Stiftung Deutsches-Albert-Schweitzer-Zentrum das Lebenswerk von Bechert zu würdigen und dabei insbesondere seinen engen Kontakt zum Friedensnobelpreisträger Prof. Dr. Albert Schweitzer herauszustellen. Deren Aussagen zur Friedens- und Anti-Atom-Politik haben bis heute unverändert Gültigkeit und sind sogar tagesaktuell.

Der Gedenktag am Montag, den 1. April, sieht folgenden Ablauf vor:

18.00 Uhr
Besuch des Bechert-Gedenksteins auf dem Friedhof in Gau-Algesheim

19.00 Uhr
Lesung aus der Korrespondenz Schweitzer/Bechert im
Karl-Bechert-
Haus, Im Winkel 4, 55435 Gau-Algesheim

Danach besteht bei einem Imbiss die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Dabei präsentiert die SBi die ihr übergebenen Originalbriefe von Albert Schweitzer an Karl-Bechert. Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger.

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Prof. Dr. Karl Bechert als Vorkämpfer von ICAN

Mit Stolz hat der Vorstand der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Organisation ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen) verfolgt: „Mit diesem Preis hat die engagierte und kämpferische Arbeit von Prof. Dr. Karl Bechert gegen die atomaren Gefahren nach 60 Jahren eine öffentliche Anerkennung gefunden.“

In dessen Sinne engagiere sich die SBi in mehrfacher Hinsicht. So hätte sie sich zusammen mit der örtlichen SPD schon im Jahre 1986 für eine Mitgliedschaft in der weltweiten Initiative „Bürgermeister für den Frieden“ eingesetzt, der Gau-Algesheim immer noch angehört. Ausgehend von einer Unterschriftenaktion zum 60. Gedenktag des Bombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki habe sie sich an die Bundeskanzlerin und die im Bundestag vertretenen Parteien gewandt, aber leider nur ausweichende Antworten erhalten. Zum SBi-Engagement zähle auch eine Teilnahme bei einer Demonstration in Büchel in der Eifel, wo immer noch 20 Atomwaffen gelagert sind. Die SBi sei auch dank der finanziellen Unterstützung der Anti-Atomkraft-Kampagne ein kleiner Baustein im globalen ICAN-Netzwerk.

Mit großer Sorge registriere die SBi, dass die internationalen Signale aus USA und Nordkorea im Hinblick auf eine atomare Auseinandersetzung verheerend seien. Die Gefahr einer weltweiten Aufrüstung und eines Einsatzes von Atomwaffen sei deutlich gestiegen. Die SBi stelle auch mit Bedauern fest, dass sich die Bundesrepublik der aktuellen UN-Entscheidung von über 120 Mitgliedsstaaten zur Ächtung der Atomwaffen nicht angeschlossen habe. Insofern sei die frühere Aussage von Bechert: „Wehrt euch! Leistet Widerstand!“ aktueller denn je.

Der SBi-Vorstand kündigte daher an, im Frühjahr eine Veranstaltung zur Vorstellung von ICAN und zur Diskussion der Atomwaffenproblematik durchzuführen. Sie hoffe dabei auf eine breite Unterstützung in der Öffentlichkeit.