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„Das sieht ja aus wie in Afrika“

Die afrikanische Tierwelt stand im Mittelpunkt der Lesung afrikanischer Geschichten und Märchen, die Anne Hagel für die Sozialdemokratische Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) im Rahmen der Woche des Buches durchführte, Neugierige und lebhafte Zuhörerinnen und Zuhörer  waren die Kinder der beiden Gau-Algesheimer Kindergärten sowie der Schloss-Ardeck Grundschule.

Vor dem Zuhören gab es ein Frage-Antwort-Spiel, in dem die Kinder ihre Kenntnisse und Erfahrungen über den Kontinent Afrika einbringen konnten, was sie auch eifrig taten. Daneben ging Anne Hagel auch auf die besondere Lebenssituation im Alltag der Kinder in Afrika ein, die geprägt ist vom Schulbesuch, der Feldarbeit, dem Hüten von Tieren und dem Sammeln von Brennholz – so ganz anders als in unserer Welt.

Mit viel Gestik und ausdrucksstarker Mimik gelang es ihr mühelos, die Faszination der Märchen auf die aufmerksam lauschenden kleinen Zuhörer zu übertragen. Neben der Lektüre der Märchen brachte sie aus ihrem „Afrika-Fundus“ zahlreiche Requisiten wie einfache Musikinstrumente, Masken, Figuren, Bastkörbe und Bastschalen sowie aus Bananenblättern hergestellte Bälle mit. Die Kinder nutzten dieses Angebot gerne und eifrig zum Anfassen und Spielen.

Die betreuenden Erzieherinnen und die Leitbildpatin Marion Lehmann waren überzeugt, dass es nicht nur Anne Hagel, sondern vor allem den teilnehmenden Kindern Spaß gemacht hat, in eine fremde Welt mit ihrer fremden Kultur einzutauchen – und das war auch das Ziel der Märchenstunde.

Die Kinder der städtischen Kindertagesstätte verfolgen fasziniert in der liebevoll eingerichteten „afrikanischen Ecke“ die Märchenlesung von Anne Hagel

Bild (Günter Frey) Die Kinder der städtischen Kindertagesstätte verfolgen fasziniert in der liebevoll eingerichteten „afrikanischen Ecke“ die Märchenlesung von Anne Hagel

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„Birte Schneider“ als kabarettistische Herausforderung

Christine Prayon zu Gast bei der SBi Gau-Algesheim

Christine Prayon zu Gast bei der SBi Gau-Algesheim

Die Sozialdemokratische Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) hatte im Rahmen ihrer jährlichen Kabarett-Veranstaltung Christine Prayon, besser bekannt als „Birte Schneider“ aus der ZDF heute show, zu Gast. Sie präsentierte sich im ausverkauften Festsaal des Schlosses Ardeck lebhaft und voller Temperament. Sie brillierte insbesondere durch ihre tiefsinnigen, ja gelegentlich philosophischen Aussagen. Dabei erzeugte sie nicht vordergründiges prustendes Lachen, sondern regte sehr eingehend zum Nachdenken an. Insofern war ihr Auftritt eine intellektuelle Herausforderung für alle Zuhörer, was in der Geschichte der SBi-Kabaretts in dieser Form einmalig war, wie es der SBi-Vorsitzende Klaus Leibenath auch in seiner Schlussrede ausführte.

Thematisch spannte Christine Prayon einen weiten Bogen von Stuttgart 21 über Nazis in Deutschland bis hin zu Kommunismus – der eine schöne Idee ist, aber nicht funktioniert – und Kapitalismus – der funktioniert, aber nur für ein Prozent der Bevölkerung. Sie bot kabarettistische Einblicke in den Klimagipfel genauso wie sie die immensen Gelder für die Bankenrettung mit denen zur Bewältigung der Flüchtlingsrettung verglich. Sie thematisierte auch die Rolle der AfD und malte das Schreckensbild einer Alice Weidel als Bundeskanzlerin aus. Recht scharf waren ihre Attacken zu der tagtäglichen „Radio-Diarrhö“, der wir ausgesetzt sind. Witzig hingegen ihr gekonnter gesanglicher Auftritt, in dem sie aus dem amerikanischen Lied „Jingle Bells“ ein teutonisches „Schinkenpelz“ machte. Auch sprach sie den Feminismus – im Kern mini – und Maskulinismus – im Kern „cool“ – in unserer Gesellschaft an. Dabei scheute sie sich nicht vor sexistischen Worten. Eines schaffte sie immer: Mit vielen Wortspielen hielt sie ihre Zuhörerschaft ständig auf verstärktem geistigem Trab, was auch lange nach der Vorstellung durchaus kontrovers in der Zuhörerschaft diskutiert wurde